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Der 9. Schwangerschaftsmonat
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Im 9. Schwangerschaftsmonat, der mit der 33. Schwangerschaftswoche beginnt, wird das kleine 1-Zimmer-Appartement im Bauch der Mutter für das ungeborene Kind wirklich eng. Seine Bewegungen werden immer mehr eingeschränkt und wo es sich zuvor noch frei bewegen konnte, bleiben ihm nunmehr nur noch kleine Seitwärtsbewegungen. Auch der kleine Bauchbewohner merkt nun spätestens, dass es an der Zeit wird, die Welt zu entdecken und nimmt seine letzte und endgültige Geburtsposition ein. Dabei bevorzugen 95 % aller Ungeborenen die Lage mit dem Kopf nach unten. Obwohl das Kind kaum noch Platz hat, ist es oftmals noch sehr aktiv und traktiert seine Mutter mit Tritten und Boxhieben. Natürlich ist das Baby immer besonders aktiv, wenn sich die Mutter mal nach ein wenig Ruhe sehnt und vielleicht sogar schlafen möchte. Babys nehmen darauf allerdings keine Rücksicht. Nicht im Mutterleib und auch nicht, wenn sie auf der Welt sind. Die Mutter muss sich vollkommen nach dem Rhythmus des Kindes richten und dies wird schon in der Schwangerschaft trainiert.

 
Baby rutscht in das Becken der Frau
 
Am Ende dieses Schwangerschaftsmonats ist das Baby ungefähr 35 cm lang und wiegt in etwa 3.000 Gramm. Dadurch, dass es nun immer weiter in das Becken der Frau hineinrutscht, werden die oberen Organe wieder entlastet. Dies spiegelt sich ja in der wiedergewonnenen besseren Atmung der Frau wieder und wirkt sich durch erhöhten Druck auf die Blase und somit vermehrten Harndrang negativ auf anderer Seite aus.
Eines haben alle Frauen in den letzten Wochen vor der Geburt gemeinsam: Sie haben Ein- und Durchschlafprobleme. Kaum eine Frau wird wohl berichten, dass sie noch gut schläft. Viele Gedanken kreisen ihr durch den Kopf, die sie oft nicht zur Ruhe kommen lassen. Und kommen sie endlich zur Ruhe, wird das Baby im Bauch aktiv. Zudem fordert der extreme Harndrang häufigere Toilettenbesuche und es ist kaum mehr möglich, eine bequeme Schlafposition zu finden.
 
Gegen Einschlafprobleme
 
Wer mit dem Einschlafen schon Probleme hat, sollte vor dem Schlafengehen ein warmes Bad mit Lavendelkonzentrat nehmen. Der wohltuende Duft beruhigt und lässt danach oftmals entspannt einschlafen.
Gegen den häufigen Harndrang und den gegensätzlichen Wach- und Schlafrhythmus des Kindes kann man leider nichts machen. Ist das Kind häufig nachts aktiv, so sollte sich die werdende Mutter auf jeden Fall tagsüber ausreichende Ruhephasen gönnen. 
Für eine bequemere Schlafposition ist ein sogenanntes Stillkissen sehr praktisch. Vielleicht hat man es schon Zuhause, weil es auf der Liste für die Erstausstattung des Babys stand. Dann kann man es schon sinnvoll vor der Geburt einsetzen. Es ist so flexibel, dass man es sich so zurechtlegen kann, wie es bequem ist. Die meisten Frauen bevorzugen die Seitenlage und klemmen sich das Kissen zwischen die Beine und etwas unter den Bauch. So wird alles ein wenig entlastet und man kann tatsächlich von einer halbwegs bequemen Schlafposition sprechen.
 
Entwicklung der Organe abgeschlossen
 
In der 34. Schwangerschaftswoche ist die Entwicklung der Organe vollständig abgeschlossen und das Kind muss jetzt nur noch ordentlich an Gewicht zulegen. Manche Organe sind schon ausgereift, andere benötigen noch die restlichen Wochen bis zur Geburt dafür. Das Baby geht nun also entwicklungstechnisch in den finalen Endspurt.
 
Das Unwohlsein übersteigt die Ängste der Geburt
 
Der Mutter geht es übrigens ziemlich ähnlich, denn sie kann einfach nicht mehr. Der überdimensionale Bauch, das immer noch zunehmende Gewicht, die Rückenschmerzen, die Wassereinlagerungen, das Sodbrennen und die schlaflosen Nächte steigern die Sehnsucht nach dem Tag X ins Unermessliche. Vielleicht hat es die Geburt auch ganz geschickt gemacht, dass das Unwohlsein der Frau in den letzten Wochen der Schwangerschaft meistens so groß ist, dass es die Ängste vor der eigentlichen Geburt übersteigt. Jede Frau verspürt nun nur noch den Wunsch ihren kleinen Schatz gesund in den Armen halten zu dürfen.
 
Die Klinktasche wird gepackt...
 
Wenn die Kliniktasche bislang noch nicht gepackt wurde, so wird es jetzt aber langsam an der Zeit. Beim Zusammenstellen der Kliniktasche sollten wichtige Dokumente, wie Krankenversicherungskarte, Personalausweis, Mutterpass, Stammbuch und bei unverheirateten Frauen die Geburtsurkunde, nicht fehlen.
Eine Liste mit Dingen, die man noch vor der Geburt erledigen muss oder möchte, sollte angelegt werden. Aber dabei gilt immer zu beachten, dass kaum etwas so wichtig ist, dass es nicht bis nach der Geburt warten könnte! 
Priorität hat jetzt ganz klar das Wohlergehen von Mutter und Kind. Deshalb ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn man sich beispielsweise Hilfe im Haushalt aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis holt. Zumindest für die Dinge, die man nicht mehr alleine hinbekommt. 
 
Der neue Lebensabschnitt beginnt
 
Ansonsten gilt für die letzten Wochen der Schwangerschaft sich in Geduld zu üben und die Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Die werdende Mutter sollte die Zeit genießen und sich viel Ruhe gönnen, denn bald ist es mit der Ruhe auf jeden Fall vorbei und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt.
 
Bildnachweis: © Still Representation - Fotolia.com
 
 
 
 
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