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Ein neues Leben entsteht
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Möchte man schwanger werden, so ist es zwingend ratsam, möglichst häufig an den fruchtbaren Tagen der Frau Geschlechtsverkehr zu haben. Ist diese Voraussetzung erfüllt und kommt es dann tatsächlich zu einer Befruchtung, so passieren ganz aufregende Dinge im Körper der Frau. Es ist wie ein kleines Wunder!

 
Nach der Ejakulation machen sich wahnsinnige 100 Millionen Samenfäden auf den Weg zur Eizelle. Den Weg schaffen, werden aber gerade einmal 10 Prozent. Die restlichen 90 Prozent fallen dem keimfeindlichen Spermienmilleu zum Opfer. Der Schleim am Muttermund und im Gebärmutterhals sorgen unterstützend dafür, dass die restlichen Spermien den Weg finden. Zudem tanken die Spermien an diesem zuckerhaltigen Schleim neue Kraft. Ohne die Führung des Schleims, würden die Spermien sich nur im Kreis bewegen und den richtigen Weg zum Ei niemals finden.
Bereits unter den Spermien findet dann eine sogenannte Auslese statt, denn auch hier gibt es bereits deformierte Spermien mit zwei Köpfen oder ohne Schwanz. Diese ungeeigneten Kandidaten zur Fortpflanzung werden von dem Sekret sofort "aussortiert". 
 
Das Ei ist maximal 12 bis 18 Stunden befruchtungsfähig
 
Manche Spermien finden trotz Unterstützung nicht den richtigen Weg. Häufig landen sie in dem Eileiter, der keine befruchtete Eizelle bereithält. Das Gewebe stößt diese "Irrläufer" einfach ab und sie haben ihre Chance vertan.
Treffen die restlichen Spermien dann endlich auf das fruchtbare Ei, so wird es am Ende nur einer schaffen - meistens! Nach dem Eisprung ist das Ei maximal 12 bis 18 Stunden befruchtungsfähig. Die Tage vor dem Eisprung zählen ja auch schon zu den fruchtbaren Tagen der Frau und das aus dem einfachen Grund, dass Spermien im Körper der Frau bis zu fünf Tage überleben können. Sind also schon Spermien im Körper anwesend, wenn das Ei springt, so ist die Chance gut, dass es direkt befruchtet wird.
 
Junge oder Mädchen?
 
Davon abhängig kann sich auch entscheiden, was es für ein Geschlecht wird. Zu den langlebigen Samenzellen gehören nämlich vornehmlich die Weiblichen. Die männlichen Spermien sind die schnelleren.
Sind also schon Samenzellen beim Eisprung im Körper und erfolgt darauf kein neuer Geschlechtsverkehr, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass die weiblichen Samenzellen das Rennen machen ziemlich groß.
Hat man direkt um den Eisprung herum Sex, so ist anzunehmen, dass die männlichen Spermien aufgrund ihrer Schnelligkeit doch noch das Rennen machen. Alles ist also eine Frage des Timings. 
Ob diese These aber wirklich zu belegen ist, ist fraglich, denn am Ende entscheidet die Eizelle, wer sich mit ihr vereinen darf. Dies belegen mittlerweile auch immer mehr Studien, dass wirklich das Hormonklima der Frau entscheidet, welches Spermium zum Zuge kommt.
 
Reingelassen wird die Samenzelle, die auf den ausgestoßenen Lockstoff der Eizelle am meisten reagiert. Für dieses auserwählte Spermium macht die Eizelle ihre Haut durchlässig und eine Empfängnis hat stattgefunden.
Alle anderen Spermien haben keine Chance. Für sie ist die Hülle der Eizelle wie eine Festung, die sie nicht erklimmen können. Wichtig für die Paarung ist das Verschmelzen eines weiblichen und eines männlichen Zellkerns.
 
Der männliche und der weibliche Zellkern bewegen sich aufeinander zu, lösen ihre Hüllen und ihre Chromosomen vereinen sich zu 23 Paaren. Dies ist der Grundstein für ein neues Leben und einen absolut einzigartigen Menschen!
Nun ist es interessant, welches Geschlecht dieser neue Mensch besitzen wird. Die Frau weist grundsätzlich nur X-Chromosomen (weiblich) auf. Der Mann verfügt sowohl über X- (weiblich) als auch Y-Chromosomen (männlich). Schafft es also ein X-Spermium ins Ziel, so wird es ein Mädchen. Gewinnt ein Y-Spermium dieses wichtige Rennen, so ergibt sich die Kombination XY-Chromosom und es kommt nach 9 Monaten ein kleiner Junge zur Welt.
Aber egal, wer am Ende die Eizelle erreicht und welches Geschlecht es dann wird, wichtig ist nur, dass es gesund ist. Eine Weisheit, die für werdende Eltern nie an Aktualität verliert!
 
Bildnachweis: © Yang MingQi - Fotolia.com

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