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Kommentare zu Gewicht und gut gemeinte Ratschläge
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Sobald eine Frau bekannt gibt, dass sie schwanger ist, beginnen die teilweise "nervigen" Ratschläge von Müttern und Großmüttern. Auch Freundinnen, die bereits ein Kind geboren haben, stehen "Frau" mit Rat und Tat zur Seite. Spätestens, wenn der Babybauch zu sehen ist, wird die Gewichtsproblematik durchdiskutiert und das Äußere der schwangeren Frau kommentiert. Auch Geschichten über schlimme Geburten sind keine Seltenheit. Babybäuche laden geradezu zum Streicheln ein, ob die schwangere Frau das möchte oder eben nicht, ist den Betreffenden meist egal.
Was nervt nun schwangere Frauen am meisten? Ist es das ungefragte Anfassen oder eher die Horrorgeschichten rund um die Geburt?
Wie Frauen mit den vermeintlich "gut gemeinten" Belehrungen umgehen können, erläutert der nachfolgende Bericht.
 
Babybauch anfassen verboten
 
Heute wird kein Babybauch mehr unter weiten Blusen versteckt, sondern stolz unter engen Shirts präsentiert. Geradezu einladend für andere, diese runde Kugel anzufassen oder zu streicheln. Wer nicht gestreichelt oder angefasst werden möchte, hat das Recht zu einem klaren Nein! Ungefragt einen Babybauch zu streicheln, ist distanzlos und sollte von der schwangeren Frau unterbunden werden. Obwohl die Betreffenden das Anfassen des Bauches nicht böse meinen, haben sie kein Recht dazu. Schwangere Frauen sollten sich das bewusst machen und dementsprechend reagieren. Wer sich dennoch nicht traut nein zu sagen, kann auch einfach durch einen Schritt zurück signalisieren, dass ihm diese Berührungen unangenehm sind. Auch, wer die eigenen Hände auf den Bauch legt, macht anderen klar, nicht angefasst werden zu wollen.
Wenn die beste Freundin den Bauch der schwangeren Frau anfasst, wird das von den meisten Frauen toleriert, dennoch kann das ungefragte Anfassen von weitläufigeren Bekannten durchaus unangenehm sein.
Babybäuche ungefragt zu streicheln, gilt als klare Grenzüberschreitung.
 
Was außerdem nervt: Kommentare zu Gewicht und Co.
 
"Wie viel hast Du eigentlich schon zugenommen" oder "Du bist ja richtig dick geworden", solche oder ähnliche Kommentare erreichen schwangere Frauen nicht selten. Kommentare über Äußerlichkeiten kommen von Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. Für alle ist plötzlich interessant, wie viel Gewicht die schwangere Frau auf die Waage bringt und wichtiger erscheint außerdem kundzutun, ob das Gewicht der Norm entsprechend ist. Was ist normal und wer darf darüber urteilen? Was geht es die Arbeitskollegin eigentlich an, ob der Babybauch zu groß oder zu klein ist, und darf sie das ständig kommentieren? Kein Mensch würde eine "Nicht-schwangere-Frau" auf ihren Bauch ansprechen und es wäre sehr unhöflich, nach dem Gewicht zu fragen. Sobald eine Frau schwanger ist, gibt es scheinbar keine Tabus mehr. Doch es gibt sie, die Tabus, wer sich bei der ständigen Fragerei genervt fühlt, sollte einfach die passende Antwort parat haben.
Erproben Sie Verteidigungsstrategien, wenn Sie sich durch diverse Kommentare genervt fühlen.
 
Die gut gemeinten Ratschläge
 
Sie sind tatsächlich gut gemeint – die Ratschläge, die jede schwangere Frau früher oder später zu hören bekommt. Die Ratschläge reichen von Ernährungstipps über Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden bis hin zur optimalen Geburtsvorbereitung. Wer keine Lust hat, mehr über die günstigsten Windeln zu erfahren und auch nichts mehr von der besten Lotion gegen Schwangerschaftsstreifen hören möchte, darf sich wehren. Teilen Sie Ihren Bekannten einfach mit, dass Sie sich selbst schon informiert haben. Wer seine Einkaufstasche gerne selbst tragen und auch sonst nicht, wie eine schwache und kranke Frau behandelt werden möchte, sollte ebenfalls seine Meinung sagen und die Tasche selbst in die Hand nehmen.
 
Horrorgeschichten müssen Sie sich nicht anhören
 
Eine gewisse Unsicherheit vor der Entbindung wird jede schwangere Frau dann und wann überfallen. Wird diese Unsicherheit noch von den sogenannten Horrorgeschichten anderer genährt, ist das nicht nur nervig, vielmehr kann es auch Angst machen.
Steht die Geburt kurz bevor, sprudeln die Geschichten über die eigene Geburt oder die der Tante oder der Bekannten nur so aus den Mündern heraus. Es wird über die schlimmsten Geburten berichtet, Sie erfahren, wie lange die Freundin der Freundin in den Wehen lag und auch wie schmerzhaft die Wehen waren. All das interessiert Sie wahrscheinlich überhaupt nicht. Wenn Sie die Geschichten anderer Mütter nicht hören wollen, sagen Sie das ganz klar und deutlich. Wehren Sie sich, denn Sie müssen sich nicht jede Geschichte über Horrorgeburten anhören, schon gar nicht, wenn Ihnen das Gehörte Angst macht. Unterbrechen Sie den Erzähler einfach, wenn Sie genug gehört haben.
Am besten ist es, sich auf seine eigene Geburt zu konzentrieren und nicht auf die schlimmen Geburten der anderen. Machen Sie das Ihrem erzählfreudigen Gegenüber unmissverständlich klar.
 
Fazit: Wer sich nicht ständig über die Gewichtsproblematik in der Schwangerschaft auseinandersetzen möchte und das Bauchanfassen als lästig empfindet, hat durchaus das Recht sich zu wehren. Dies gilt außerdem für die unzählig wohlgemeinten Ratschläge und die Geschichten über schlimme Geburten.
Wenn Sie nicht sagen möchten, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, hüten Sie ruhig Ihr Geheimnis. Auch über die Wahl des Namens müssen Sie nicht sprechen.
Kurz vor der Geburt wird auch bei Ihnen oft das Telefon klingeln, weil sich Bekannte und Verwandte über den Stand der Dinge informieren wollen. Man will es ja nicht verpassen, wenn der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt. Solche Telefonanrufe können mitunter auch sehr nervig sein. Teilen Sie den Neugierigen mit, dass Ihr Mann sie nach der Entbindung schnellstmöglich informieren wird – inklusive Geschlecht und Namen!
 
Bildnachweis: © Robert Kneschke - Fotolia.com


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