Jede Frau, die in ihrem Leben schon einmal schwanger war, weiß zu gut, dass mit dem wachsenden Bauch und der wachsenden Freude auf das Baby auch die sogenannten Schwangerschaftsbeschwerden gerne zunehmen.
Besonders beliebt und leider auch meistens unausweichlich sind die quälenden Rückenschmerzen, die einen tagtäglich mit einem gewissen Bauchumfang begleiten.
Stehen, Sitzen und Liegen schmerzt
Prinzipiell ist es ja auch absolut logisch, dass der weibliche Körper auf diese außergewöhnliche Belastung reagiert.
Die Wirbelsäule und der Beckenboden werden besonders beansprucht und müssen diese schwere Last tragen und die Balance im Körper ausgleichen. Dass dies überhaupt alles so wunderbar klappt, hat die Natur im Laufe der Evolution schon eingerichtet. Dennoch ist es für eine Schwangere nicht einfach mit diesem großen Umfang und immensem Gewicht herumzulaufen, zu stehen, zu sitzen oder zu liegen. Egal, in welcher Position man sich aufhält, ab einem gewissen Zeitpunkt der Schwangerschaft ist fast alles unbequem und schmerzt.
Aufrechte Haltung wichtig
Da aber jegliches Jammern leider nicht hilft, sollte man sich darauf konzentrieren, eventuellen Rückenschmerzen vorzubeugen. Oberstes Gebot ist hierbei die aufrechte Haltung.
Wenn man steht, sollte man die Füße parallel stellen, die Schultern locker lassen, den Hals strecken und das Becken nach hinten drücken. Dadurch wird der untere Teil des Rückens weitestgehend gerade gehalten.
Der Schneidersitz
Auf den nächsten Tipp kommt vermutlich jede schwangere Frau von ganz alleine. Im Sitzen bietet der Schneidersitz die angenehmste Position für den Körper. Die beiden Gesäßhälften sind fest auf dem Boden positioniert und der Rücken ist automatisch gerade, ohne dabei gestaucht zu werden.
Keine Schuhe mit Absätzen
Möchte man etwas vom Boden aufheben oder beispielsweise ein älteres Geschwisterkind auf den Arm nehmen, so sollte man immer in die Hocke gehen, also die Knie beugen. Keinesfalls sollte man den Rücken beugen.
Um den Rücken zu entlasten, ist es auch ratsam, auf Schuhe mit einem Absatz über 4 cm zu verzichten. Zudem besteht aufgrund hochhackiger Schuhe eine gesteigerte Sturzgefahr. Flache, bequeme Schuhe sind sicherlich angenehmer zu tragen.
Trotz vieler Tipps zur Vermeidung von Rückenschmerzen lassen sich diese dennoch meistens nicht gänzlich vermeiden. Es gibt aber bei bestehenden Rückenschmerzen auch verschiedene Ansätze, diese wenigstens zu lindern.
Unterstützung durch Schwangerschaftsgürtel
Beispielsweise gibt es zur Unterstützung der Wirbelsäule und des Beckenbodens sogenannte Schwangerschaftsgürtel. Er wirkt positiv auf die Körperhaltung und man verspürt eine direkte Entlastung.
Sport zur Stärkung der Muskulatur
Gut zur Stärkung der Bauch- und Wirbelmuskulatur ist die Ausübung einer entsprechenden Sportart.
Besonders anbieten würden sich sportliche Aktivitäten, wie Stretching, Schwimmen oder Yoga. Stretching und Yoga sollte man aber nur unter kompetenter Anleitung absolvieren. Beim Schwimmen hat man neben der Stärkung der Muskulatur auch das angenehme Gefühl der Leichtigkeit. Den dicken Bauch kann man für einen Moment vergessen und total entspannen. Gut für Körper und Seele!
Gönnen Sie sich Massagen
Positiv würden sich auch Massagen auf das ganzheitliche Wohlbefinden auswirken. Sie tragen zur Muskelentspannung bei und der Frau tut es gut, abzuschalten und zu relaxen. Eine Schmerzlinderung der besonders angenehmen Art.
Keine schweren Dinge tragen
Grundsätzlich sollte man im dritten Trimester der Schwangerschaft vermeiden, schwere Dinge zu tragen. Dies fängt schon bei kleinen Taschen an. Jede Frau muss spätestens zu dieser Zeit lernen, sich öfter helfen zu lassen. Schwere Dinge sollte man auf jeden Fall dem Mann überlassen.
Um den Rücken zu entlasten, sollte man sich so oft wie möglich zwischendurch flach auf das Bett oder Sofa legen. Dieser Tipp hört sich so einfach an und bringt wirklich unheimlich viel. Man darf es nur nicht im Stress des Alltags vergessen.
Nehmen Sie Hilfe an
Jede Frau hat ihre ganz eigenen Bedürfnisse während der Schwangerschaft und sie wird ihren Weg finden, sich die letzten Wochen so angenehm wie möglich zu gestalten. Beim ersten Kind ist dies leider oftmals leichter, als bei jedem weiteren Kind, denn es fehlt schlicht und ergreifend an Zeit und Ruhe. Doch gerade dann sollte "Frau" ihre Ruhe- und Entspannungszeiten einfordern, wenn "Mann" von der Arbeit nach Hause kommt. Vielleicht hat Frau aber auch das Glück, dass die Großeltern mal stundenweise das ältere Geschwisterkind übernehmen können. Jedenfalls sollte sie sich nicht scheuen, Hilfe von außen anzunehmen.
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