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Stillen gegen Übergewicht
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Mit dem Glücksgefühl ein Kind zu erwarten, nimmt auch das Gewicht einer jeden Schwangeren im Laufe der Monate bis hin zur Geburt stetig zu. Bei den einen Frauen sicherlich etwas mehr, als bei den anderen. Doch insgesamt betrachtet hat eine Schwangerschaft für jede Frau mit einer Gewichtszunahme zu tun und dieses zusätzliche Gewicht ist leider auch bei den meisten Frauen mit der Geburt nicht einfach wieder verschwunden.

 
Viele Frauen machen sich darüber keine Sorgen und genießen die Zeit des etwas zügelloseren Genießens. Wenn nicht jetzt, wann dann?! 
Für Schwangere ist diese zusätzliche Portion Speck auf den Hüften auch gar kein Problem.
Sie nehmen sich vor nach der Geburt ihr Baby einige Monate zu stillen, wodurch man ja bekanntlich auch ordentlich an Gewicht verliert. Doch ist dem so? Hilft das Stillen bei Übergewicht?
 
Langzeitstudie
 
Eine britische Langzeitstudie hat 740.000 Frauen begleitet und beobachtet, inwiefern sich das Stillen oder auch das Nicht-Stillen auf den BMI (Body-Mass-Index) - also das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht - auswirkt. Diese Studie befasste sich allerdings nicht nur mit der kurzfristigen Auswirkung auf den weiblichen Körper, sondern auch mit den womöglich langfristigen, die bis in die Wechseljahre reicht.
 
Der BMI steigt bei jeder Schwangeren an
 
Es ist erwiesen, dass bei jeder Frau aufgrund einer Schwangerschaft der BMI dauerhaft ansteigt und nicht nur während oder kurz nach diesen neun Monaten.
Durch das Stillen eines Kindes lässt sich der BMI wieder ein wenig senken. 
Je mehr Kinder eine Frau in ihrem Leben geboren hatte, desto mehr wirkte sich dies auch auf ihren BMI nach den Wechseljahren aus. So hatten Frauen, die vier oder mehr Kinder zur Welt gebracht hatten einen um 1,7 Punkte höheren BMI als kinderlose Frauen.
Bei den Frauen, die ihre Kinder mindestens sechs Monate lang voll gestillt hatten, verringerte sich der BMI um 0,22 Punkte. Geht man von einem durchschnittlichen BMI von 26,2 aus, so entspricht dies knapp einem Prozent.
Frauen, die sogar zehn Monate voll gestillt haben, erhöhten so ihren Spareffekt beim überschüssigen Gewicht um ganze zwei Prozent.
Dies klingt nun zunächst nicht überwältigend viel, aber diese zwei Prozent würden bei vielen Menschen dafür sorgen, dass sie an gewissen Krankheitsbildern, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, nicht leiden würden. Auch bei einigen Krebserkrankungen ist Übergewicht ein zusätzlicher Risikofaktor.
 
Dass sich die Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft und das anschließende Stillen auf das langfristige Gewicht einer Frau auswirken ist im Übrigen, von ihrem sozialen und finanziellen Status unabhängig. Zwar weisen Frauen mit einem höheren Einkommen durchschnittlich einen niedrigeren BMI auf, doch der Einfluss der beiden Faktoren Schwangerschaft und Geburt, verhält sich grundsätzlich bei allen Frauen gleich.
 
Gewichtszunahme mit jeder Schwangerschaft
  
Wie gut man nach der Geburt wieder das überschüssige Gewicht verliert, ist sicherlich von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und auch vom Temperament des Babys abhängig.
Manche Frauen kommen aufgrund der ganzen Babypflege kaum zum Essen und andere stopfen sich zwischendurch irgendwelche meist ungesunden Sachen in den Mund.
Es ist schon so, dass bei fast allen Frauen nach einer Schwangerschaft dauerhaft etwas von dem Babyspeck hängen bleibt. Wird die Frau dann erneut schwanger, so hat sie bereits ein höheres Anfangsgewicht als bei der ersten Schwangerschaft und diese scheinbar bedeutungslose Gewichtszunahme wird von Schwangerschaft zu Schwangerschaft immer ein bisschen mehr.
 
Wie lange Stillen?
 
Ob Stillen das Beste für ein Baby ist? Dieses Thema löst bei vielen Frauen große Diskussionen aus. Von Experten wird schon empfohlen, ein Kind die ersten Monate zu stillen und dann frühestens im fünften und spätestens im siebten Monat mit Beikost zu starten. Längeres Stillen kann bei dem Kind zu Eisenmangel und Allergien führen und ist daher nicht empfehlenswert.
 
Sicherlich wäre es ratsam bereits während der Schwangerschaft darauf zu achten, dass man nicht "für zwei" isst und sich ausgewogen ernährt, sodass sich die Gewichtszunahme schon im notwendigen Rahmen bewegt. Kann und möchte man nach der Geburt sein Baby stillen, so bekommt man sicherlich auch die letzten unerwünschten Babypfunde wieder weg. Grundsätzlich ist das Stillen auf jeden Fall kein Mittel um eine größere Gewichtsreduktion zu erwirken und darauf sollte man sich als Frau auch besser nicht verlassen.
 
Bildnachweis: © Marcito - Fotolia.com

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