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Temperatur-Methode
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Durch das tägliche Messen der Körpertemperatur lassen sich die fruchtbaren Tage der Frau einkreisen. Die Temperatur-Methode zählt unter anderem zur natürlichen Familienplanung und wird von Frauen, die eine Schwangerschaft planen, gerne eingesetzt. Manche Frauen verhüten auch mittels Temperatur-Methode. Frauen, die diese Methode zur Verhütung einsetzen, sollten wissen, dass es auch durch äußere Einflüsse durchaus Temperaturschwankungen geben kann und eine absolut sichere Verhütung dadurch nicht gegeben ist.

 
Die Körpertemperatur während eines Zyklus
 
Während des monatlichen Zyklus der Frau verändert sich die Körpertemperatur. Am Anfang des Zyklus ist die Körpertemperatur etwas niedriger, als um die Zeit des Eisprungs. Die Körpertemperatur bleibt erhöht, bis kurz bevor die monatliche Blutung einsetzt. Die Temperaturunterschiede liegen bei 0,4 bis 0,6° Celsius. Der Anstieg der Temperatur wird durch die Bildung des Gelbkörperhormons ausgelöst.
Wer die Temperatur-Methode anwenden möchte, muss den Verlauf über mehrere Monate beobachten, um dann bereits im Vorfeld auf den Eisprung schließen zu können.
 
Was ist bei der Temperatur-Methode zu beachten?
 
Bei der natürlichen Familienplanung, wozu die Temperatur-Methode gehört, bedarf es in aller erster Linie um Disziplin, Regelmäßigkeit und vor allem um Geduld.
Es ist von größter Wichtigkeit, dass Sie jeden Tag die Körpertemperatur messen. Des Weiteren muss die tägliche Messung zur gleichen Zeit erfolgen, immer morgens vor dem Aufstehen. Außerdem sollten Sie vor der Messung mindestens fünf Stunden geschlafen haben. 
Sie beginnen mit den Messungen am ersten Tag der Monatsblutung. Jedes Messergebnis wird in einem Kurvenblatt festgehalten, so hat man am Ende des Zyklus einen guten Überblick und die einzelnen Monatszyklen lassen sich gut miteinander vergleichen.
Es gibt heute auch Temperaturcomputer, wo die einzelnen Messergebnisse gespeichert werden können und der Computer die fruchtbaren Tage selbst berechnet.
 
Welches Thermometer Sie verwenden, spielt keine tragende Rolle. Angefangen von dem heute gängigen Digitalthermometer bis hin zu dem herkömmlichen Quecksilberthermometer ist alles möglich. Bei der digitalen Variante hat man den Vorteil, dass die Messung sehr schnell erfolgt, beim herkömmlichen Thermometer dauert es etwas länger. An welcher Körperstelle gemessen wird, darf jede Frau selbst entscheiden. Die Messung unter der Achsel ist allerdings nicht empfehlenswert, da sie zu ungenau ist. 
Des Weiteren sollten Sie jeden Tag dasselbe Thermometer verwenden sowie an derselben Körperstelle messen.
Die Messwerte können sich verfälscht zeigen, wenn am Abend zuvor Alkohol getrunken wurde. Ebenso beeinflussen gewisse Medikamente sowie eine Erkältung oder Stress die Temperaturergebnisse. Besonderheiten sowie Unregelmäßigkeiten, die sich auf die Werte auswirken können, müssen Sie ebenfalls auf dem Kurvenblatt notieren, nur so kann man bei der Auswertung von "richtigen" Messwerten ausgehen.
 
Der Temperaturanstieg
 
Man spricht erst dann von einem Temperaturanstieg, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen der Wert mindestens um 0,2 Grad Celsius höher ist, als die höchste Messung der letzten sechs Tage. Hat sich ein Wert nicht erhöht, wird der vierte Messwert abgewartet. Die fruchtbaren Tage der Frau enden nach dem dritten Tag nach dem Temperaturanstieg.
Zeigt sich der Temperaturanstieg treppenförmig oder langsamer, beginnen die unfruchtbaren Tage ab dem fünften Tag.
Ist die Temperatur nicht mindestens zehn Tage erhöht, kann das auf eine bestehende Gelbkörperschwäche zurückzuführen sein. In diesem Fall findet möglicherweise kein Eisprung statt.
Wer sich bei der Familienplanung für die Temperatur-Methode entscheidet, sollte zeitgleich auch den Muttermundschleim beobachten und diese Veränderungen ebenfalls auf dem Kurvenblatt notieren.
Die natürliche Familienplanung gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihrem Eisprung auf die Spur zu kommen und gleichzeitig Ihren Körper besser kennenzulernen.
Jedoch kommt es auch vor, dass ein Eisprung stattfindet, auch wenn keine Temperaturerhöhung festzustellen ist, daher empfiehlt es sich, diese Methode nicht für die Verhütung einzusetzen. Die Temperatur-Methode bietet keine 100%ige Sicherheit, wenn kein Kinderwunsch besteht.
 
Bildnachweis: © VRD - Fotolia.com

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