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Stirbt ein Kind während der Schwangerschaft, während der Geburt oder kurz, nachdem es auf die Welt gekommen ist, ist das ein schwerer Verlust für die Eltern. Auch die Geschwister müssen mit diesem Verlust zurechtkommen. Gerade kleine Kinder werden viele Fragen an die Eltern stellen, um das Ereignis verstehen und verarbeiten zu können.

Vom Neugeborenentod sprechen Mediziner, wenn ein Baby in seinem ersten Lebensmonat verstirbt. Laut Statistiken weiß man, dass drei von 1000 Babys den ersten Monat nicht überleben und die meisten der Babys sterben bereits in der ersten Lebenswoche. Überlebt der Säugling seine erste Lebenswoche nicht, spricht man von Frühsterblichkeit.
 

Das Baby durch eine Totgeburt zu verlieren, ist ein schmerzhafter Verlust – ein Schicksalsschlag, der sich nur schwer in Worte fassen lässt. Laut Statistiken erleben von 500 schwangeren Frauen sechs Frauen eine Totgeburt. Mediziner sprechen erst dann von Totgeburt, wenn das Kind mehr als 500 Gramm Geburtsgewicht hat. Mit einer Totgeburt meint man all jene Kinder, die bereits im Mutterleib oder während der Geburt verstorben sind.

Wenn Mediziner von einer Fehlgeburt sprechen, unterscheiden sie zwischen einer frühen und einer späten Fehlgeburt. Tritt das Ereignis im ersten Drittel der Schwangerschaft auf, was zu 75 Prozent der Fall ist, handelt es sich um eine sogenannte frühe Fehlgeburt. Verlieren Frauen das Baby erst zwischen der 12. und 24. Woche ist von einer späten Fehlgeburt die Rede. Die rechtliche Seite nimmt das Geburtsgewicht hinzu, um den passenden Ausdruck für das Ereignis zu finden. Hier spricht man nur dann von Fehlgeburt, wenn das Kind weniger als 500 Gramm wiegt. Werden die 500 Gramm beim Geburtsgewicht überschritten, handelt es sich um eine Totgeburt. Eine Totgeburt wird manchmal auch Stillgeburt genannt: Dieser Begriff kommt aus dem Englischen und leitet sich von "Stillbirth" ab.
 

Wer miterlebt wie eine gute Freundin oder eine nahestehende Verwandte ein Kind verliert, steht diesem schrecklichen Ereignis nicht selten ohnmächtig gegenüber. Gerade, wer selbst Kinder hat, kann sich diesen Schmerz, den die betreffenden Eltern aushalten müssen, sehr gut vorstellen, auch wenn man so einen Verlust selbst noch nicht erlebt hat. Man möchte den Betroffenen helfen, für sie da sein und ist gleichzeitig unsicher, wie man sich verhalten soll.
 

Ein Kind durch eine Fehlgeburt zu verlieren, ist für die betreffende Frau eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Oft stellen sich die Frauen die Frage, wie es weiter gehen soll und wie sie mit diesem Verlust zurechtkommen können. Sie sind traurig, fassungslos und sehr verletzt und den Alltag aufrechtzuerhalten fällt schwer. Gerade wenn es ihr erstes Kind ist, kommen viele nicht über den furchtbaren Verlust hinweg.

Verliert man einen geliebten Menschen, ist Trauer ein wichtiger Aspekt, um diesen Verlust zu verarbeiten. Manchmal fällt es leichter von den Großeltern oder von sonstigen Verwandten Abschied zu nehmen, da man auf gemeinsame Zeiten zurückblicken kann. Kommt das eigene Kind tot auf die Welt oder erleidet man eine Fehlgeburt, gibt es quasi keine gemeinsame Zeit, woran man sich zurückerinnern kann. Für den Trauerprozess nach einer Fehlgeburt ist es daher wichtig, sich "Erinnerungen" zu schaffen, damit die Existenz des Babys realer und wirklicher wird – denn es hat ja tatsächlich existiert. Hierfür gibt es einige Trauerrituale, die dabei helfen können.
 

Frauen, die eine Fehlgeburt hatten, brauchen in den meisten Fällen dringend Hilfe, um den Verlust ihres Kindes verarbeiten zu können. Nur mit dem Partner darüber zu sprechen, reicht meist nicht aus. Wo können sich die betreffenden Frauen hinwenden?
 

Genaue Zahlen sind zwar nicht bekannt, dennoch geht man davon aus, dass etwa 15 Prozent aller schwangeren Frauen eine Fehlgeburt erleiden. Sein Kind zu verlieren bedeutet immer einen sehr großen Verlust und ist außerdem mit großem Schmerz verbunden. Viele Frauen stehen unter Schock und haben große Angst noch einmal schwanger zu werden. Nicht selten kommen die Frauen erst mit der Geburt eines "anderen Kindes" über diesen, doch großen, Verlust hinweg.
 



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