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Wir wünschen uns ein Baby - schneller schwanger werden
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Hat sich ein Paar erst einmal dazu entschieden gemeinsam ein Baby zu bekommen, so möchte man in der Regel, dass sich die Ankündigung des Nachwuchses möglichst schnell einstellt. Sind Mann und Frau erst dazu bereit Nachwuchs zu planen, so können sie es kaum mehr erwarten, endlich den ersehnten positiven Schwangerschaftstest in den Händen zu halten und sich schöne Namen zu überlegen.

 
Ob und wie schnell eine Frau schwanger wird, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist, dass man versucht relativ gelassen an die Thematik zu gehen. Erzwingen kann man definitiv nichts und der Körper einer Frau ist individuell und keine Maschine. Dennoch kann man mit einigen kleinen Tipps die Umstände um schwanger zu werden positiv beeinflussen und mit einer guten Portion Glück, wird es dann schon klappen!
 
Beobachten Sie Ihren Zyklusverlauf
 
Als Frau ist es wichtig, seinen eigenen Körper richtig kennenzulernen. Die meisten Frauen tun dies nämlich bis zu einer gewünschten Schwangerschaft eher selten bis gar nicht. Beobachten Sie Ihren Zyklusverlauf mithilfe eines interaktiven Zykluskalenders beispielsweise. Stellen Sie fest, wie viele Tag Ihr Zyklus überhaupt dauert. Nicht bei allen Frauen sind es immer die bekannten 28 Tage. Weiß man seine Zykluslänge, so kann man auch den Zeitpunkt des möglichen Eisprungs und die fruchtbaren Tage besser festlegen. Der Eisprung findet meist so um den 14. Tag vor dem Ende des Zyklus statt. Ergänzend kann man dazu auch seinen Ausfluss (Zervixschleim) beobachten und wird feststellen, dass dieser während der fruchtbaren Tage dicker wird und Fäden zieht. An den unfruchtbaren Tagen ist er eher klar und flüssig.
Manche Frauen kennen im Laufe der Zeit ihren Körper auch so gut, dass sie ihren Muttermund abtasten. Während der fruchtbaren Tage ist dieser gut zu ertasten, weich und offen. Logisch, denn dem männlichen Sperma soll ja sozusagen der Weg geebnet werden zum reifen Ei. Anhand des Muttermundes kann auch schon vor Ausbleiben der Periode ertastet werden, ob man eventuell schwanger ist. Dann befindet sich der Muttermund nämlich weit oben, ist schwer zu erreichen und fühlt sich an wie ein fester kleiner Knubbel. Diese Position nimmt er ein, um das befruchtete Ei vor Infektionen zu schützen. Allerdings sollte man das Abtasten des Muttermundes immer nur unter ganz hygienischen Bedingungen vornehmen!
 
Die Temperaturmethode lässt nur sehr wenig Zeit
 
Wichtig ist auch zu wissen, dass die Frau bereits fünf Tage vor dem Eisprung fruchtbar ist. Hat der Eisprung stattgefunden, ist das Ei nur noch maximal 12 - 18 Stunden fruchtbar. Geht man also nach der berühmten Temperaturmethode, so meinen viele Paare, dass mit Anstieg der Basaltemperatur die fruchtbare Zeit gekommen sei. Dies ist aber ein fataler Irrtum, denn der Temperaturanstieg findet erst nach dem Eisprung statt. Man lässt also wichtige Zeit verstreichen und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden sinkt.
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit sogenannte Ovulationstest zu benutzen. Mit diesen Ovulationstests misst man den LH-Wert im Körper über den Urin. Hat man beispielsweise einen Zyklus von 28 Tagen, so fängt man ab dem 10. bis 12. Tag an zu testen. Der Teststreifen wird zunächst gar nicht bis kaum zu erkennen sein, und wenn der LH-Wert kurz vor dem Eisprung sehr hoch ist, wird die Testlinie ganz klar und deutlich angezeigt. Nun weiß das Paar, dass es an der Zeit ist, Geschlechtsverkehr zu haben.
Ovulationstests gibt es als normale Teststreifen oder in digitaler Form. Die Digitalen sind leider relativ teuer, aber die Teststreifen bekommt man auch gut über das Internet und sind eine günstige und dennoch effektive Alternative. 
Wichtig ist aber auch bei der Anwendung von Ovulationstests, dass man sich nicht unter Druck setzt. Häufig haben die Männer dann das Problem, dass sie nicht "auf Kommando" für die Frau bereit sein können. Sie fühlen extremen Leistungsdruck und ziehen sich dann vollkommen zurück. Am besten ist, man klärt anfänglich ab, dass Frau mit diesen Tests der Sache auf die Sprünge helfen möchte, aber der Mann davon gar nicht so viel mitbekommen soll. Wenn sie ihn dann an gewissen Tagen gekonnt verführt und beide Spaß daran haben, wird es schon klappen.
 
Faktoren, die die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen
 
Um die Chance auf ein Baby noch ein wenig zu erhöhen, gibt es noch zahlreiche Tipps und Tricks, die Ihnen zum Wunschbaby verhelfen sollen. Gewisse Grundfaktoren sollten schon erfüllt sein: 
Übergewicht kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit der Frau auswirken. Versuchen Sie sich und Ihrem potentiellen Nachwuchs zuliebe, ein paar Kilos zu verlieren. Rauchen Sie nicht und meiden Sie weitestgehend Alkohol.
Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist immer sinnvoll und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und Schlaf. Stress wirkt sich negativ auf den ganzen Körper und somit auch auf Ihren Zyklus aus.
Der Verzicht auf eindeutig negative Einflüsse sollte aber im Grunde selbstverständlich und vor allem Grundvoraussetzung für jede verantwortungsbewusste Frau sein.
Manche Frauen lassen sich auch ihre Amalgam-Plomben entfernen, weil Forschungen gezeigt haben, dass diese vermutlich dafür verantwortlich sein können, dass eine Frau nicht regelmäßig einen Eisprung hat.
 
Was Männer tun können
 
Da stellt sich doch auch die Frage, was der Mann tun kann, um seine "Leistungsfähigkeit" zu steigern.
Männer sollten darauf achten, dass ihre Hoden kühl gehalten werden. Saunabesuche, heiße Bäder und enge Hosen können die Keimdrüsen im Hoden überhitzen und die Spermaproduktion negativ beeinflussen.
Auch die kontinuierliche Aufnahme von Magnesium ist wichtig. Magnesium fördert die Beweglichkeit der Spermien und erhöht dadurch auch die Chance auf eine Befruchtung.
 
Vermutlich gibt es noch unsagbar viele Ratschläge, wie man eine Schwangerschaft begünstigen könnte. Manche sind hilfreich, manche eher zum Schmunzeln. Welche Ratschläge man als Frau selber befolgt und umsetzt, bleibt natürlich jedem selber überlassen. Persönliche Erfahrungen haben auf jeden Fall gezeigt, dass eine Kombination aus der Zyklusbeobachtung und dem Benutzen von Ovulationstests in zwei Fällen zu einem absoluten Erfolg geführt hat. Bei dem ersten Kind hat es im 3. Zyklus und bei dem zweiten Kind sogar schon im 2. Zyklus geklappt nach Absetzen der Anti-Baby-Pille. Dies zum Abschluss, um allen etwas Mut zu machen, die noch am Anfang stehen.
 
Bildnachweis: © fotomek - Fotolia.com

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